Besuch von Rurrenabaque: Madidi‑Park und die Yacuma‑Pampas. Besuch von Trinidad: Büffeljagd‑Route
Über den Amazonas
Der Amazonas umfasst den riesigen tropischen Regenwald des Amazonasbeckens, den größten tropischen Wald der Erde. In Bolivien macht der Amazonas‑Regenwald etwa 35 % des Staatsgebiets aus und weist ausgedehnte Primärwaldflächen sowie eine außergewöhnliche Artenvielfalt auf. Diese Region ist entscheidend für die Klimaregulierung, Kohlenstoffbindung und das Wassergleichgewicht Südamerikas und schützt zugleich indigene Kulturen, die eine jahrhundertealte Beziehung zur natürlichen Umwelt pflegen.
Von Rurrenabaque aus erreicht man zwei der markantesten Ziele. Der Nationalpark Madidi ist eines der artenreichsten Schutzgebiete der Welt, mit Ökosystemen, die vom Andenrand bis zum tiefliegenden Amazonas reichen und die Beobachtung von Vögeln, Primaten und einer enormen Pflanzenvielfalt ermöglichen. Ebenso besucht man von Rurrenabaque aus die Pampas, insbesondere das Kommunale Reservat der Pampas des Yacuma‑Flusses, wo Bootsfahrten das Aufspüren von Büffeln, Kaimanen, Wasserschweinen und einer reichen Vogelwelt in überschwemmbaren Savannen erlauben.
Von Trinidad aus erkundet man das Schutzgebiet Ibare‑Mamoré, eine Landschaft aus Flüssen und Feuchtgebieten, in der es auch möglich ist, Büffel zu beobachten und Kreuzfahrten auf Amazonas‑Flussbooten zu unternehmen. Dieses Erlebnis verbindet Komfort und Natur und macht die bolivianische Amazonasregion zu einem strategischen Ziel für nachhaltigen Ökotourismus.
Rurrenabaque und Trinidad
Rurrenabaque
➔ Nationalpark Madidi und Pampas des Yacuma-Flusses
Der Nationalpark und das integrierte Management‑Naturgebiet Madidi sind ein Ziel von unvergleichlicher natürlicher Schönheit, in dem 3 235 Arten in perfekter Harmonie mit dem Menschen und der Mutter Natur koexistieren.
Es ist ein Park, dessen überwältigende Schönheit die Besucher immer wieder zurückkehren lässt, verzaubert vom Charme des bolivianischen Amazonas‑Tropengebiets.
Um die Attraktivität dieser bolivianischen Tourismuszone zu stärken und in Zusammenarbeit mit den Gemeinschaftsinitiativen der ethnischen Gruppen Tacana und Makawa sowie privaten Reiseveranstaltern, werden Eco‑Lodges in Madidi, Ixiamas und den Pampas des Yacuma eingerichtet. Auf diese Weise werden die Gemeinden unterstützt, die natürlichen Reserven unseres Landes zu nutzen.
Darüber hinaus ist die kommunale Reserva de Pampas del Yacuma eines der meistbesuchten Touristenziele Boliviens, dank seiner weltweit einzigartigen Fauna und Flora. Hier wurde das Hostel Las Tortugas gefördert, das einzige seiner Art, das eine direkte Beziehung zu den Tierarten des bolivianischen Amazonas hat.
Der Zugang zu diesen „Dschungel‑ und Pampas‑Abenteuer“-Zielen erfolgt über die Stadt Rurrenabaque, die nur 50 Minuten Flugzeit von La Paz entfernt liegt.
Trinidad
➔ Die Büffeljagd‑Route und das Schutzgebiet Ibare‑Mamoré
Die Stadt Trinidad, die zweite von der Gesellschaft Jesu (den Jesuiten) in den Moxos‑Gebieten gegründete Reduktion, ist von Flüssen, Pampas und zugehörigen Feuchtgebieten umgeben, die einen Großteil des Departements Beni bedecken. Diese Ökosysteme bilden den drittgrößten Komplex Südamerikas und den größten im Amazonasbecken und stellen eine einzigartige und besondere Ekorregion dar, historisch und geografisch eigenartig, mit Landschaften, die von unterbrochenen feuchten Savannen dominiert werden, umgeben von einer Vielfalt an Wäldern und großen Sümpfen, die das ganze Jahr über Wasser halten, und ein breites Mosaik verschiedener Vegetationstypen bilden.
Trinidad ist ein Kommunikationsknotenpunkt für Land‑, Luft‑ und Flusstransport, da man von dieser Stadt aus über alle genannten Wege alle Orte von Beni erreichen kann.
Das Klima in Trinidad ist warm; das tropische Klima hat eine durchschnittliche Jahrestemperatur von 27 °C mit kurzen, aber starken Temperaturrückgängen in der Wintersaison (Juni, Juli und August).
Zwei Kilometer von der Stadt entfernt befindet sich der Flughafen „Jorge Henrich“, der über ein Bodenterminal für Reisen nach Santa Cruz und in den Norden von Beni verfügt: Guayaramerín, Riberalta und Cachuela Esperanza; dabei passiert man San Ignacio, San Borja, Yucumo, Rurrenabaque, Reyes und Santa Rosa del Yacuma.
Die Gastronomie der Stadt ist vielfältig und bietet typische Gerichte wie Majadito, Locro de Charque, Keperi, Surubí und Pacú, frittiertes Charque, Reisbrot, Maisempanada, Cuñape und weitere.
Schließlich verfügt Trinidad über Banken und Finanzdienstleistungen sowie Geldautomaten in der Stadt.
Was kann ich in Trinidad besuchen?
➔ Büffeljagd‑Route – Der bolivianische rosafarbene Delfin (Inia boliviensis)
Diese Aktivität ermöglicht die Beobachtung des rosafarbenen Flussdelfins (Inia boliviensis), einer endemischen und weltweit einzigartigen Art. Dieser Cetacean bewohnt die Flüsse Ibare und Mamoré, die zum Amazonasbecken Boliviens gehören.
Während der Tour können Sie Siedlungen in der Nähe der Amazonasflüsse besuchen, zum Beispiel Puerto Ballivián, das nur wenige Minuten von der Stadt Trinidad am Fluss Ibare entfernt liegt. Von dort aus gelangen Sie in das Schutzgebiet Ibare‑Mamoré.
Eine Motorbootfahrt auf dem Fluss Ibare ist ein faszinierendes Erlebnis zur Beobachtung der einheimischen Tierwelt, bis Sie zur Mündung des Flusses Mamoré gelangen, dem größten Fluss Boliviens.
In diesem Gebiet können Sie die rosafarbenen Delfine beobachten; wenn Sie möchten, können Sie ins Wasser waten und in ihrer Nähe schwimmen!
Eine weitere kleine Ortschaft, die Sie besuchen werden, ist Loma Suarez, das über ein historisches Zentrum verfügt, und schließlich besuchen wir die indigene Gemeinde San Carlos, wo das größte Walddenkmal des Parks zu finden ist: El Mapajo, der riesige Baum des Amazonas.
➔ Flotel „Reina de Enin“
Navigation an Bord eines komfortablen schwimmenden Flotels auf den Flüssen Ibare und Mamoré, stets begleitet von Flussdelfinen, die es nur einmal auf der Welt gibt. Die Fahrten können 3 bis 7 Tage dauern, wobei folgende Aktivitäten abwechselnd angeboten werden: Schwimmen mit Flussdelfinen, Beobachtung emblematischer Tiere des Amazonas, Besuche von Gemeinden mit nächtlichen Ausflügen zur Kaimanbeobachtung, Wanderungen auf Pfaden, Angeln in Lagunen.
➔ Die Kathedrale
Sie befindet sich an der Südseite des Hauptplatzes. Die Kathedrale ist im neoromanischen Stil gebaut, mit zwei hohen Glockentürmen im zentralen Block, entworfen vom spanischen Architekten Martin Pascual.
➔ Ethnoarchäologisches Museum „Kenneth Lee“
In den Räumen werden Exemplare von Gebrauchskeramiken der sogenannten Hydraulischen Kultur von Moxos gezeigt. Das Museum ist das Tor zu dieser beeindruckenden Welt, einem hydraulischen Komplex, der die sogenannte Wasserkultur prägte.
➔ Ichthyologisches Museum
Es beherbergt Exemplare von mehr als 400 aquatischen Arten aus dem bolivianischen Amazonas und gilt als das drittgrößte seiner Art in Südamerika.
➔ Handwerkszentrum Moxos
Hier finden Sie von indigenen Menschen gefertigte Textilien aus verschiedenen Materialien, Holzschnitzereien, Halsketten aus einheimischen Samen, traditionelle Trachten.
➔ Pantanal-Park – (Serpentarium)
Es ist ein Grüngebiet, das strukturiert ist, um die Beni‑Landschaft in kleinem Maßstab zu bewundern. Es verfügt über Teiche, die die schöne Victoria regia präsentieren, eine Wasserpflanze von außergewöhnlicher Schönheit. Auf diesem städtischen Spaziergang befindet sich ein Serpentarium, das eine riesige Anakonda (Eunectes murinus) von 9 m Länge beherbergt.
➔ Suárez‑See
Es handelt sich um eine künstliche Lagune, die per Gesetz als natürliches ökologisches Erbe erklärt wurde. Sie liegt 5 km vom Stadtzentrum entfernt. In den verschiedenen touristischen Badeanlagen werden Verpflegungs‑ und Erholungsangebote bereitgestellt.
Die an den Ufern der Flüsse Ibare und Mamoré gelegenen Häfen – Puerto Almacén, Puerto Ballivián, Puerto Varador und Loma Suárez – sind Orte voller natürlicher Schönheit, wo man ursprüngliche Landschaften bewundern und gleichzeitig den reichen, in diesen Flüssen vorkommenden Fisch genießen kann.
➔ Chuchini Tourismuszentrum
Diese Attraktion ermöglicht einen Kontakt zur Vergangenheit durch Ausstellungen alter Handwerkskunst, die vor Ort wiedergefunden wurden.
Wichtige Hinweise
Verfügbarkeit:
✅ Touren sind an allen Tagen der Woche verfügbar.
Voraussetzungen:
🪪 Es kann sein, dass Sie einen Ausweis vorzeigen müssen, zum Beispiel Ihren Reisepass.
💉 Bei der Einreise nach Bolivien wird von Ihnen ein internationales Gelbfieber‑Impfzertifikat verlangt.
🩳 Leichte Kleidung mitbringen, vorzugsweise in hellen Farben.
🕶️ Aufgrund der intensiven Sonne wird empfohlen, Sonnenbrillen, langärmlige Hemden und eine Kappe oder einen Hut zu tragen.
☀️ Sonnenschutz nicht vergessen, besonders wenn Sie einen Spaziergang zur Laguna Suárez oder zu einem der nahegelegenen Flüsse planen.
Wichtige Daten:
🌧️ Besonders in der Regenzeit (Dezember bis März) nicht das Insektenschutzmittel vergessen.
Gesundheitsinformationen:
⚠️ Stellen Sie sicher, dass Sie bei guter Gesundheit sind und über genügend Ausdauer verfügen, um ohne Schwierigkeiten teilnehmen zu können.
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Abenteuer im Amazonas‑Dschungel
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